Fachinformationen Soziales und Gesundheit

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© Wilhelmine Wulff / PIXELIO

Befristete regionale Beratungs- und Servicestellen „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kita in Hessen“

Es sollen zeitlich befristete regionale Beratungs- und Servicestellen „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kita in Hessen“ eingerichtet werden.

 

Das HMSI greift den Wunsch vieler Träger und auch Fachkräfte auf, ergänzend zu den bereits bestehenden Unterstützungsstrukturen für eine begrenzte Zeit von insgesamt etwa 2 ½ Jahren drei regionale Beratungs- und Servicestellen einzurichten: „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kita in Hessen“ in Nord- Mittel und Südhessen vorgehalten werden. Es wird davon ausgegangen, dass dieses gezielte Beratungsangebot nach Beendigung der Projektzeit obsolet ist, da in der Zwischenzeit die erforderlichen Informationen und Erfahrungen aufbereitet und landesweit zur Verfügung stehen können.

Hintergrund ist, dass seitens des HMSI auf den hohen Beratungs- und Informationsbedarf der Träger, Fachberatungen, Einrichtungen und Fachkräfte im Elementarbereich in Bezug auf Kinder mit Fluchthintergrund und ihrer Familien mit unterschiedlichen Aktivitäten und Maßnahmen (z.B. Informationsbroschüre für Eltern, Fortbildungsangebote, Regionaltagungen, und weitere öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen) reagiert wurde. Es wurde aber deutlich, dass es weiterhin an gebündelten und zielgerichteten Informationen rund um das Thema Kinder mit Fluchthintergrund in der Kinderbetreuung und verwandter Themen fehlt. Es werden in der Praxis z.B. Kontaktadressen in den Regionen und Hinweise auf Dolmetscher, auf weiterführende Beratungs- und Fortbildungsangebote, auf schnell abrufbare Hinweise zu kulturellen Besonderheiten, Informationen aus den Herkunftsländern der geflüchteten Menschen, zu rechtlichen Grundlagen sowie zur ganz konkreten Unterstützung der Arbeit in den Kitas und der Kindertagespflege benötigt.

Daher ist das Ziel dieses Projektes, In den Kitas und der Kindertagespflege die Willkommenskultur zu stärken und der besondere Beratungs- und Unterstützungsbedarf der Träger, Fachkräfte, Fachberatungen und Tagespflegepersonen Rechnung zu tragen. Dazu soll ein zeitlich befristetes Beratungs- und Serviceangebot zur Unterstützung und Qualifizierung des Systems eingerichtet werden. Außerdem werden die gewonnenen Erkenntnisse dazu genutzt, ein breites Informationssystem für das Land zur Verfügung zu stellen, durch z.B. Handreichungen und Empfehlungen. So ist die Nachhaltigkeit auch nach Beendigung der Tätigkeit der Servicestellen sicherzustellen.

Projektträger ist die  Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie in Bensheim.

Struktur:
Das Land steuert und begleitet den Umsetzungsprozess.
Die Karl Kübel-Stiftung fungiert als Koordinations-, Steuerungs- und Umsetzungsstelle für drei regionale Beratungs- und Servicestellen, die, befristetet in Nord-, Mittel- und Südhessen vorgehalten werden. Die KKS kann dazu Kooperationen mit vor Ort tätigen Stellen eingehen und ggfs. entsprechende Kooperationsverträge mit anderen Trägern schließen.

Die KKS sichert die Qualität der Arbeit, stellt Personal und entsprechende Informationen zur Verfügung, bereitet die Informationen und später Best practice-Beispiele für das Land auf und stellt somit sicher, dass die Ergebnisse auch nach Beendigung der Arbeit der Servicestellen nach 2018 landesweit zur Verfügung stehen; die Auswertung dient auch dazu, Bedarfe zu erkennen und die Wirksamkeit der bestehenden Maßnahmen auf Landesebene, z.B. im Bereich der Qualifizierung und Fortbildung zu erhöhen und bedarfsgerechter zu konzipieren.

Die regionalen Beratungs- und Servicestellen haben u.a. die Aufgaben:

  • als Vernetzungsstellen für das Thema zu fungieren und den Auf- und Ausbau funktionierender regionaler Netzwerke anzuregen und den Austausch der beteiligten Akteure vor Ort zu moderieren,
  • die vorhandenen für den Elementarbereich relevanten Informationen rund um Fragen von Flucht und Asyl in einer Region zu bündeln und dazu beizutragen, dass diese bestmöglich genutzt werden können.
  • Expertisen einzuholen und einzelne Träger, Fachberatungen und Kitas hinsichtlich der Flüchtlingshilfe zu beraten,
  • die pädagogischen Trägersysteme und Fachkräfte zeitnah und gezielt zu unterstützen; sie können somit auf ein niedrigschwelliges Angebot einer kompetenten Beratung in den Regionen Nord-, Mittel- und Südhessen aus einer Hand zurückgreifen.

Informationen:
Hessisches Ministerium
für Soziales und Integration
Referatsleiterin II 1  
Kinder, frühkindliche Bildung
Dostojewskistraße 4
65187 Wiesbaden
Tel.: 0611/817-3496
Fax: 0611/32719-3496
mailto: barbara.tiemann@hsm.hessen.de

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