Integration in Hessen

Hessen lebt von der Einwanderung. In einzelnen Städten und Stadtteilen haben heute über 50 % der Kinder einen Migrationshintergrund. Im Hinblick auf den demographischen Wandel ist Hessen auf Zuwanderung angewiesen. Dieser gesellschaftliche Prozess kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Integration der Menschen vor Ort gelingt und weiter verbessert wird. Darum haben Städte und Gemeinden hier eine Schlüsselrolle.

Integration

Bunter, weiblicher und rekordverdächtig

Die Wahl der Ausländerbeiräte in Hessen am Sonntag setzt neue Maßstäbe: Noch nie war die Zahl der Kandidaten so hoch, noch nie bewarben sich so viele Frauen, noch nie waren so viele Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen.

Insgesamt kandidieren 2427 Bewerber/innen auf 200 Listen in 83 Kommunen und  Landkreisen für 921 Sitze. Von den Kandidaten sind 818 Personen oder fast 34 Prozent Frauen, erneut deutlich mehr als bei den vergangenen Wahlen (2010: 30%, 2005: 26 %).

Auch die Zusammensetzung der Beiräte wird in Zukunft bunter sein: Noch liegen nicht alle Angaben der Wahlämter vor, dennoch: Deutlich mehr Kandidatinnen und Kandidaten als bei den Vorwahlen stammen aus Ost- oder Südosteuropa. Auch afrikanische Listen sind auf dem Vormarsch. Ein Trend wird sich jedoch fortsetzen: Die größte Gruppe sind nach wie vor die Eingebürgerten, die gemeinsam mit EU-Bürgerinnen wieder über 55 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten stellen.

Besondere Herausforderung dieser Wahl ist die gestiegene Zahl der Wahlberechtigten. Mehr als 620.000 Menschen sind am Sonntag zur Stimmabgabe aufgerufen, eine Steigerung von mehr als 25 Prozent. Viele Erstwähler/innen sind neu Zugewanderte, vor allem Flüchtlinge.

Weitere Informationen zur Wahl und zu den Kandidaten gibt es im Internet: http://www.auslaenderbeiratswahl.de/. Der Landesausländerbeirat hat zudem eine Info-Hotline unter der Rufnummer 0611/ 98 99 5-15 eingerichtet, die auch am Wahlsonntag ab 10.00 Uhr zu erreichen ist.